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Fürbitten mit Schnaps und Scherzen

Saalhaupts Freiwillige Feuerwehr feiert im nächsten Jahr 125-jähriges Gründungs-Jubiläum

Erst sah es so aus, als werde man den großen weiß-blauen Schirm auch als Regenschutz brauchen. Doch der Bürgermeister hat gute Kontakte: „Ich habe nach oben telefoniert, da haben sich die dunklen Wolken verzogen!“ Bei Sonnenschein empfing Ludwig Wachs mit seiner Frau Heidi bei sich zu Hause eine Abordnung der Saalhaupter Freiwilligen Feuerwehr, die im nächsten Jahr 125-Jähriges Gründungs-Jubiläum feiert.

„Ist denn von euch überhaupt jemand zu Hause geblieben“, fragte Heidi Wachs lachend angesichts der vielen Saalhaupter, die in Festkleidung mitgekommen waren. Zur Begrüßung bekamen die Feuerwehrler mit ihrem Vorsitzenden Josef Schelkshorn ein Schnapserl, die „Weltenburger Doana Blos´sn“ spielten auf, und dann hieß es Niederknien auf dem reichlich unbequemen Holzbalken. Nach der ausführlichen Fürbitte sagte der Bürgermeister, er fühle sich geehrt, und natürlich wolle er die Schirmherrschaft gerne übernehmen. Nach einer Stärkung, zu der Heidi Wachs einlud, fuhr man wieder nach Saalhaupt. Dort ging´s zur Festmutter Christa Schmalzl, und bei der Jagdhalle feierte man die erfolgreichen Bitten.

 

 

Fotos und Text: Bettina v. Sass

SG Peising / Bad Abbach verpasst Aufstieg in die Bezirksliga

„Auf geht´s, Peising, noch ein Tooor!“ Anfeuern bis zur Heiserkeit, Trommelwirbel, Fahnenschwenken – an mangelnder Unterstützung des Fan-Blocks jedenfalls lag es nicht, dass die SG Peising / Bad Abbach am Wochenende den Aufstieg in die Kreisliga verpasste. Auf dem Sportgelände des SC Burgweinting verlor die Mannschaft gegen den FSV Prüfening mit 1:0. Ein „reines Duseltor“, fand der enttäuschte Fan Thomas Weiß.

SCPeising1

Doch Trainer und Spieler waren am Ende auch selbstkritisch: „Wir haben den Fight zunächst nicht angenommen. In der ersten Halbzeit waren wir zu ängstlich“, kommentierte Peisings Trainer Martin Ostermeier das Spiel. In der zweiten Halbzeit habe man dagegen Riesenchancen gehabt – „zum Beispiel beim Lattenschuss – wir hätten nur ein bisschen Glück gebraucht.“

SC Peising Zweikampf

Spieler Felix Rosenhagen, der vor genau einem Jahr mit seiner Mannschaft den Aufstieg in die Kreisklasse gefeiert hatte, sah das ähnlich: „Außerdem war der Druck für unsere Mannschaft, die ja noch nicht so lange zusammenspielt, sehr hoch. Die gegnerische Mannschaft ist ein lange eingespieltes Team – da haben wir uns anfangs tatsächlich einschüchtern lassen.“

Die Stimmung lasse man sich aber nicht verhageln, gefeiert werde am Abend trotzdem, sagte Rosenhagen. „Schließlich haben wir uns am vergangenen Wochenende den Relegationsplatz gesichert!“

 

Fotos und Text: Bettina v. Sass

„Aamir soll bei uns bleiben – wir brauchen ihn!“

Pflegehelfer aus Pakistan droht die Abschiebung – Im Seniorenheim ist man entsetzt

„Nehmen Sie den Aamir jetzt mit?“ Anna Kaiser wirkt alarmiert und richtet sich in ihrem Rollstuhl auf. Die 83-Jährige weiß, dass dem besonders beliebten Pflegehelfer seit einigen Monaten die Abschiebung in sein neuerdings als sicher eingestuftes Heimatland droht. Doch die Reporterin beruhigt sie. Ein Interview will sie machen, mit dem pakistanischen Flüchtling Aamir Abbas und Margit Hornick, der Leiterin des BRK-Seniorenheims am Lugerweg. „Ein Glück!“ Anna Kaiser atmet auf. „Wir brauchen ihn nämlich hier, er arbeitet sehr gut. Und das Wichtigste ist: Er macht alles mit Liebe.“

Aamir Fluechtling BRK

Bei Heimbewohnern wie Anna Kaiser ist Aamir Abbas besonders beliebt (links: Leiterin Margit Hornick)  

Beides kann Margit Hornick bestätigen. Aus ihrer Wut über die Ablehnung des Asylantrags und die Ungewissheit von Aamirs Schicksaal macht sie keinen Hehl. „Ich war entsetzt, als er mir den Abschiebebescheid zeigte.“ Hirnrissig sei es, ausgerechnet auf ihn vielleicht bald verzichten zu müssen. „Er ist ein Musterbeispiel von gelungener Integration. Aamir hat sich hier selbstständig sein Leben aufgebaut, liegt niemand auf der Tasche. Und ausgerechnet er soll Deutschland verlassen? Obwohl wir ihn bei dem dramatischen Mangel an Pflegekräften in unserem Land dringend brauchen?“ Die Heimleiterin schüttelt den Kopf. Nach wie vor kann sie es nicht fassen.

Aamir Abbas erzählt, dass er schon seit 2012 in Deutschland sei. „Ich war erst in Kelheim und lernte an der VHS Deutsch. Ehrenamtlich habe ich in Ihrlerstein im Seniorenheim gearbeitet.“ Der jetzt 34-Jährige, der in seiner Heimat Vermessungs-Ingenieur war, absolvierte eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer. Vor zwei Jahren bewarb er sich in Bad Abbach am Lugerweg und machte sich schnell unentbehrlich. „Ich wollte nie, dass der deutsche Staat für mich zahlen muss.“ Margit Hornick: „Was Aamir braucht, ist eine unbefristete Arbeitserlaubnis.“ Das ist auch sein größter Wunsch. Und natürlich die Anerkennung als Flüchtling.

Gerade erfuhr Aamir Abbas, dass die Duldung, die ursprünglich Ende Mai ablaufen sollte, nun bis November gilt. Ein kurzes Aufatmen, nicht mehr. Wird die Duldung dann nicht erneut verlängert, wird Aamir sofort abgeschoben. Nun hofft er auf seinen Anwalt, der versucht, ein Bleiberecht zu erwirken.          

Aamir Fluechtling Seniorenheim - Helfer

Fürsorglich und immer freundlich: Auch beim Sommerfest im vergangenen Jahr kümmerte sich Aamir Abbas um die Senioren.

Fotos und Text: Bettina v. Sass

„Wir vermitteln ein Gefühl der Sicherheit“

Oberstleutnant Schöberl aus Peising ist neuer Kommandeur der „Reichenhaller Jager“

Man braucht schon etwas Phantasie: Dieser dezente Mann auf einem Appellplatz, im lauten Kommandoton Befehle erteilend? Schwer vorstellbar, als im stillen Peising Arno Schöberl die Tür seines Einfamilienhauses öffnet. Johannes (9) und Sofie (12) machen am Esstisch gerade Hausaufgaben, seine Frau Petra hat Apfelkuchen gebacken.

Der Familienvater mit den freundlichen Augen ist im Gespräch liebenswürdig, wirkt eher zurückhaltend als energisch-soldatisch. Doch natürlich ist er auch das. Ohne große Autorität zu haben hätte er die Karriereleiter bei der Bundeswehr nicht so hoch erklimmen können.

Oberstleutnant Arno Schöberl ist der neue Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231, der „Reichenhaller Jager“. Ein militärischer Verband, der von seinen insgesamt ca. 900 Soldaten ganz besondere Disziplin und Leistungsbereitschaft verlangt. „Wir sind speziell ausgebildet für den Einsatz in schwierigem Gelände, müssen hochflexibel sein. So sind die Jager auch unter extremen klimatischen Bedingungen und in großen Höhen handlungsfähig“, erzählt Schöberl, der auch Fallschirmspringer war.

Schoeberl Familie

Zu Hause in Peising: Arno Schöberl mit seiner Frau und den Kindern Sofie und Johannes  
Foto: BvS

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Menys Abrechnung mit der Gemeindepolitik

CSU-Ortschef: „Nichts vorangebracht, Konzepte wurden umgeworfen“

Scharfe Kritik der Abbacher CSU an der Gemeindepolitik: Vorsitzender Reinhold Meny und Fraktionssprecher Ernst Gassner kritisierten in der Jahreshauptversammlung, dass Beschlüsse nicht umgesetzt werden würden. Als Beispiele nannte er das Mehrgenerationenhaus und die Kinderkrippe mit Jugendtreff – alle Vereinbarungen, die in Bezug auf diese Projekte geschlossen wurden, seien jetzt kurzfristig einkassiert worden. Meny monierte auch, dass weder im Kurpark noch im Inselbad Verbesserungsmaßnahmen angegangen worden seien. Und in der Neuen Mitte fehle es vollends an einem Konzept, um der Parkplatznot entgegen zu wirken.

 

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„Das schlägt dem Fass den Boden aus!“

Hanika wirft CSU Falschaussagen und mangelnde Aufmerksamkeit im Gemeinderat vor

Der zweite Bürgermeister, Christian Hanika, reagierte auf die Äußerungen der CSU anlässlich deren Jahreshauptversammlung. „Entweder streut die CSU gezielt Unwahrheiten oder sie wissen es nicht besser“, so Hanika. Die CSU hat zahlreiche Behauptungen aufgestellt, die laut Hanika schlichtweg falsch seien.

„Sie beanstanden nicht durchgeführte Beschlüsse, wie den Bau einer Kita mit Jugendtreff. Aufgrund einer weitaus größeren Kita-Nachfrage und zeitlich befristeter staatlicher Zuschüsse von rund einer halben Million Euro wurde ein neuer Vorschlag in den Gemeinderat eingebracht.“ Was laut Hanika dem Fass den Boden ausschlägt: Die CSU stimmte einstimmig für den neuen Vorschlag, stellte somit die Planung eines Jugendtreffs hinten an und kritisierte dies nun.

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Jakob Will wurde CSU-Ehrenvorsitzender

Josef Hofmeister seit 40 Jahren bei den Christsozialen

CSU Gruppe

Mariele Will, Ehefrau des ehemaligen Bürgermeisters, Andreas DIermeier, Jakob Will, Josef Hofmeister, Reinhold Meny, Ernst Gassner und Martin Neumeyer (MdL).

Große Ehre für Jakob Will: Die CSU Bad Abbach hat den früheren Bürgermeister (1984 bis 2002) zum Ehrenvorsitzenden gemacht. CSU-Chef Reinhold Meny verlieh dem 75-Jährigen, der auch als Ortsvorsitzender und im Kreisrat tätig war, die hohe Würde in der Jahreshauptversammlung im Gasthof zur Post.

Zuvor hatte Meny an den im Februar verstorbenen Ehren-Fraktionsvorsitzenden Johannes Pfann erinnert, der über Jahrzehnte eine Fülle von Ämtern für die CSU ausgeübt hatte.

Für vier Jahrzehnte bei den Christsozialen wurde Josef Hofmeister aus Peising ausgezeichnet. Der 62-Jährige dankte ausführlich und gab einen launigen Rückblick auf seine verschiedenen Ämter in der Partei auf Gemeinde- und Kreisebene.

Jakob Will nimmt von Reinhold Meny die Urkunde entgegen



Josef Hofmeister blickte auf vier Jahrzehnte in der CSU zurück

FU BA JHV18042016

Zeichnete mit Ingrid Gassner (2.v.re.) mehrere Damen für langjährige Mitgliedschaft aus: Dr. Gudrun Weida (li.) mit Mariele Will, Ursula Schröppel und Gordana Pfeiffer (v.l.). Rechts Reinhold Meny
Foto: Ernst Gassner

Das Wahlergebnis für die Kreisdelegierten:

  • Bartl Hildegard
  • Dr. Beckstein Helmut
  • Blabl Walter
  • Diermeier Andreas
  • Feichtmeier Andreas
  • Gassner Ernst
  • Gassner Ingrid
  • Grünewald Benedikt
  • Hof Andreas
  • Hofmeister Josef
  • Dr. Köglmeier Georg
  • Meny Reinhold
  • Oertel Helmut
  • Seidel Manuela
  • Schelkshorn Ralf

Hanikas „Perfektes Dinner“ auf Vox

Am 7. Juni bittet Bad Abbachs 2. Bürgermeister Christian Hanika zu Tisch: „Dann läuft die Ausstrahlung meines ,Perfekten Dinners´ im Fernsehen!“ Im April fanden die Dreharbeiten statt, nicht nur bei Hanika zu Hause im Goldtal, sondern auch im Rathaus (untenstehender Bericht vom 14.4.).

Zwei Wochen vor der Ausstrahlung auf VOX darf der Hobbykoch nun verraten, was es zu essen gab: „Es gab marinierte Jakobsmuscheln im Salbei-Speckmantel mit Tomaten-Bärlauchrisotto.“ Mit Lachs und Zander ging es weiter, und als Dessert freuten sich die zufriedenen Gäste über prickelndes Mango Sorbet, Kalten Hund und karamellisierte Erdbeeren. „Was sie genau vor der Kamera über das Menü gesagt haben, erfahre ich aber selbst erst bei der Ausstrahlung.“ Eine lustige Runde sei es gewesen, „und die siebenköpfige Kamera-Crew hatte die ganze Wohnung in ein TV-Studio verwandelt. Ich freue mich schon auf die Sendung!“

Hanika perfektes Dinner

Beim Aperitif unterm Dach: Für die Damen gab es mit „Dancing Wildberry“ etwas Beeriges, und die Männer tranken einen „Munich Mule“ mit Gin und Gurke.

Text: BvS, Foto: VOX